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Matinée mit Kabarettist Norbert Alich: Chiantiwein und weiße Schiffe – Kabarettistische Reise durch die Schlagerwelt

Mai 28 @ 11:00 - 12:30

20Euro

 Als die Bonner Republik laufen lernte, war die Popmusik der Nazizeit noch längst nicht aus den Köpfen der Deutschen. Massenmedien wie Schellackplatte und Rundfunk hatten dem Schlager die Wohnstuben bereits in den 30er Jahren millionenfach geöffnet. Die oft frivolen Texte der „Goldenen Zwanziger“ („Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“) fielen der Gleichschaltung zum Opfer. Der legendäre „Blaue Engel“, Marlene Dietrich, verabschiedete sich mit „Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, käm ich in Verlegenheit, eine schlimme oder gute Zeit“ nach Hollywood. Marika Rökk sang dagegen noch 1939: „Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück“, Zarah Leander 1942: „Davon geht die Welt nicht unter“.

Nach dem Untergang bereiteten sich in amerikanischer Gefangenschaft der spätere „lachende Vagabund“ Fred Bertelsmann und Gerhard Wendland auf ihre künftige Schlagerkarriere vor („Tanze mit mir in den Morgen“). Im deutschen Bundestag saßen ehemalige Ritterkreuzträger und schwärmten von tollen Jugendzeiten, wenn Peggy March sang: „Mit 17 hat man noch Träume. Lys Assia schwärmte 1950 von einem berühmten Zirkusclown: „O mein Papa, war eine schöne Mann“. Der erste Bundeskanzler konnte dagegen mit der „neuen Musik“ nicht viel anfangen. Konrad Adenauer bevorzugte Lieder von Schubert, „gut gesungen“.

Der Kabarettist und gelernte Opernsänger Norbert Alich liebt beides. In seinem neuen Soloprogramm nimmt er das Publikum mit Geschichten, kabarettistischen Betrachtungen und natürlich Liedern aus der Zeit seiner Kindheit mit auf die Reise. „Ja, ja der Chiantiwein“ von Rudolf Schock in den Ohren in den Ohren und deutschen Konserven im Gepäck ging’s in den Italienurlaub. Von Catarina Valente wussten wir: „Ganz Paris träumt von der Liebe“. Wir begleiteten Freddy Quinn unter fremde Sterne: „Fährt ein weißes Schiff nach Hongkong“. Anfang der 60er Jahre schwappte mit den Beatles die Beatmusik und mit Elvis Presley der Rock’n Roll über den Atlantik („Love me tender, love me sweet“). Schlager und Hits, die das Publikum schon nach den ersten Takten des großartigen Stephan Ohm am Klavier erkennt und allzu gerne mitsingt. „Musikgeschmack wird in der Jugend gebildet, wir müssen die Lieder nur aus dem Unterbewusstsein abrufen“, ist Norbert Alich überzeugt.

28. Mai 2017, 11 Uhr, Verbandsgemeindesaal Unkel, Linzer Straße 4, 53572 Unkel
20 Euro, frei Platzwahl, Vorverkauf im Willy-Brandt-Forum Unkel oder Bestellung (Vorkasse) per Mail info@willy-brandt-forum.com

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Details

Datum:
Mai 28
Zeit:
11:00 - 12:30
Eintritt:
20Euro
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Bürgerstiftung Unkel „Willy-Brandt-Forum“
Telefon:
02224/7799303
E-Mail:
buchungsanfrage@willy-brandt-forum.com
Webseite:
www.willy-brandt-forum.com

Veranstaltungsort

Verbandsgemeindesaal Unkel
Linzer Straße 4
Unkel, 53572 Deutschland
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