13. August 1913: August Bebel stirbt in Passugg bei Chur (Schweiz)

August Bebel wurde am 22. Februar 1840 in Köln geboren. Am 13. August 1913 starb er im Alter von 73 Jahren in der Schweiz. Er war einer der großen Politiker und Arbeiterführer des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Er, der „Arbeiterkaiser“, hat die frühe Geschichte der deutschen Sozialdemokratie geprägt wie kein anderer. Seine Bedeutung reichte weit über seinen Tod hinaus.

August Bebel. Quelle: AdsD/Friedrich-Ebert-Stiftung.
August Bebel. Quelle: AdsD/Friedrich-Ebert-Stiftung.

Willy Brandt widmete dem „ Kaiser der kleinen Leute“  in seinen Erinnerungen „Links und frei“ mehrere Seiten. Unter anderem schreibt er:

„Bebel starb im Sommer jenes Jahres 1913, gegen dessen Ende ich auf die Welt gekommen bin. Nicht selten hatte ich die Empfindung, ihn noch selber zu treffen. Tatsächlich lernte ich noch einige Persönlichkeiten kennen, die – wie Rudolf Wissell, Paul Löbe oder Wilhelm Kaisen – in der Bebelschen Partei groß geworden waren. Ich bin in Lübeck nicht wenigen begegnet, die Bebel gehört und gesehen hatten, die Kraft seiner Worte rühmten oder die Sicherheit seines Urteils über das, was kommen werde. Manche sahen ihn wenigstens von fern, als er anlässlich des Reichsparteitags in Lübeck weilte. Die gerade fertig gewordene Genossenschaftsbäckerei rühmte „der  Alte“ als bis dahin schönsten Ort solcher Tagungen. 1979 wurde sie letztmalig für einen lokalen Parteitag genutzt….Bebel schien mehr zu vermitteln als bloße Hoffnung: nämlich die Gewissheit von der kommenden Ordnung der Gerechtigkeit.“

(Brandt, Willy, Links und frei, Leipzig 2012, S. 14-15)

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